...wie aus Wasserhyazinthen Pflanzenkohle wird.

Wie errichten wir unsere C2C-Biochar Produktionen? Tun wir nicht! Die Produktion besteht aus drei simplen Schritten die einfach zu organisieren sind. Wir leiten interessierte Menschen vor Ort an damit sie ihre eigene Produktion aufbauen.

Unser Produzent Peter Bassey aus Lagos, Nigeria, hat seine Produktion mit einem Startkapital von 50€ angefangen. Fünf Monate später hat er bereits sechs Tonnen C2C-Biochar produziert und drei Mitarbeiter angestellt.

1. Wasserhyazinthen ernten

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Wasserhyazinthen sind Schwimmpflanzen. Sobald sie absterben sinken sie auf den Grund uns verrotten dort ohne Sauerstoff. Das setzt eine Menge Methan frei! Bevor das passiert ernten wir die Wasserhyazinthen ab. Die Wurzeln und Stängel werden getrennt.

2. Wasserhyazinthen trocknen

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Wir verwenden für C2C-Biochar nur die Stängel. Die Wurzeln brauchen sehr lange um zu trocknen und veraschen leicht. Deswegen sind sie besser als Kompost geeignet. Es dauert ungefähr eine Woche, bis die Stängel ganz trocken sind.

  • Die Trocknung schafft weitere lokale Arbeitsplätze
  • Es verhindert, dass Wasserhyazinthen am Ufer verrotten
  • Umso trockener das Material, desto besser die Verkohlung

3. Herstellung unserer C2C-Biochar

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Alle Produzenten verwenden den C2C-Kiln um unsere C2C-Biochar herzustellen. Die Pflanzenkohle wird bei hohen Temperaturen und mit wenig Sauerstoff hergestellt. Mit zwei Kilns können am Tag 65kg Pflanzenkohle herstellen. 

  • Durch die Herstellung vor Ort gibt es mehr Arbeitsplätze
  • Die Pflanzenkohle ist eine permanente Kohlenstoffsenke
  • Wertschöpfung, ein Produkt das verkauft werden kann

4. Anwendung im Boden

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Bevor die Pflanzenkohle angewendet wird muss sie mit Nährstoffen aufgeladen werden. Wir verwenden sie deshalb als Einstreu in Geflügelfarmen. Nach zwei Wochen kann sie dann an lokale Bauern verkauft werden.

  • Pflanzenkohle hilft Hummus aufzubauen
  • Ernten steigen und damit auch das Einkommen
  • Das bedeutet eine höhere Ernährungssicherheit

Keine Maschinen?

Ja, keine Maschinen! Maschinen scheinen auf den ersten Blick eine gute Idee zu sein, sie produzieren mehr und schneller… aber das ist nicht unser Ziel, und außerdem nicht ganz richtig.

 

Scale-Up vs. Scale-Out

Unsere Herangehensweise ist es unabhängige und dezentralisierte Produktionen aufzubauen. Das bedeutet, dass die Produktionen von Menschen vor Ort aufgebaut und organisiert wird. Sie betreiben die Pflanzenkohle Herstellung als ihr eigenes Geschäft. Der Erfolg hängt von ihrer Motivation und Fähigkeiten ab. Am Ende steht die Entscheidung Maschinen zu beschaffen (oder nicht) ihnen zu.

Warum Maschinen eine schlechte Investition sind…

Maschinen kosten Geld, Treibstoff kostete Geld, Reparaturen kosten Geld… vor allem wenn es in einem Umkreis von 500km keine Ersatzteile gibt. Unserer Erfahrung nach ist die Handarbeit am Ende effizienter.
…außerdem schaffen wir Jobs und es wird dabei kein zusätzliches CO2 ausgestoßen.
 

Mobil bleiben

Nicht jede Produktion ist ein Erfolg. Lokale Politik, Korruption oder Konflikte in der Gemeinschaft, es gibt viele Herrausforderungendie unsere Produzenten meistern müssen. Sobald eine große Investition in Maschinen gemacht wird sind wir an diesen Ort gebunden… Als wir am Tana See in Äthiopien unsere Machbarkeits-Studie durchführte, haben wir angefangen verlassene Ernte-Maschinen zu zählen. Es waren mindestend sieben, angeschafft und zurückgelassen von Organisationen und Institutionen die Maschinen für die einzige Lösung hielten.

Mobil zu sein macht uns frei in unseren Entscheidungen. Die Produzenten sind flexibel und können ihren Standort wechseln falls es dort mehr Wasserhyazinthen, weniger Konflikte und besseren Zugang gibt.

Du fragst dich, wie du Teil

der Lösung sein kannst?

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Wir teilen unsere Erfahrungen über alles was mit Pflanzenkohle und Wasserhyazinthen zu tun hat.

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