Der C2C-Kiln (Karbonisierer) besteht aus alten Ölfässern.

Wie man mit alten Ölfässern gleichzeitig das Klima schützen, Ernährungssicherheit plus Wohlstand schaffen und den Grauen Kronenkranich vor dem Aussterben bewahren kann – am Lake Ol Bolossat in Kenia haben wir damit schon begonnen

Der C2C-Kiln (Karbonisierer) besteht aus alten Ölfässern. Man kann ihn überall auf der Welt bauen. An einem Vormittag. Ohne Vorkenntnisse.

Mit diesem Kiln lassen sich getrocknete Wasserpflanzen, wie Wasserhyazinthen oder Wasserfarn (Salvinia molesta) zu Pflanzenkohle machen. Von jedem. Ohne Vorbildung. Mit einem Vormittag Einführung und Schulung.

Klima
Wasserpflanzen breiten sich in tropischen Gewässern immer mehr aus, weil immer mehr Nährstoffe im Wasser sind. Fehlende Kläranlagen und Bodenerosion sind die beiden Hauptursachen. Sie sterben jedes Jahr ab, sinken auf den Grund und werden dort von Bakterien verdaut. Dabei entstehen riesige Mengen Methan. Methan ist Klimagas, 87-fach wirksamer als CO2. Und die Wasserpflanzen holen beim Wachsen CO2 aus der Luft. 20-40% davon binden wir über Pflanzenkohle.

Ernährungssicherheit und Wohlstand
Die Pflanzenkohle, die wir aus den Wasserpflanzen machen, ist ein hervorragender Bodenverbesserer. Mit 1 kg Pflanzenkohle auf 1 Quadratmeter unfruchtbarem tropischen Boden verbessern wir die Fruchtbarkeit für die nächsten 1.000 Jahr. Pflanzenkohle hat eine große Oberfläche. Dort werden Nährstoffe und Wasser gebunden und stehen für das Pflanzenwachstum zur Verfügung. Eigene Ergebnisse und Ergebnisse von Freunden zeigen, dass wir die Ernteerträge verdoppeln bis zu versiebenfachen(!) können. Das alles können die Menschen vor Ort alleine machen. Mit alten Ölfässern und etwas Training.

Grauer Kronenkranich
Am Ol Bolossat See in Kenia ist der wichtigste Lebensraum für den Grauen Kronenkranich. Unsere Partner vor Ort, Cranes Conservation Volunteers (CCV), haben es geschafft die Überlebensrate der Jungvögel zu verzehnfachen. Dann kam Salvinia molesta. Der Wasserfarn hat das Schilf verdrängt. Es gibt keinen Schutz für die brütenden Elternvögel und die Jungvögel mehr. Der Bruterfolg ist massiv eingebrochen.

Die Lösung
Die Menschen am See werden die Salvinia abfischen, trocknen und zu Pflanzenkohle machen. Dann ist wieder Platz für das Schilf. Mit der Pflanzenkohle werden die Gärten verbessert und die Ernten erhöht. Das gibt Ernährungssicherheit. Kompost aus Salvinia gemischt mit Pflanzenkohle aus Salvinia wird ein Verkaufsprodukt für die Menschen. Das bringt Wohlstand. Seht selbst!

Wir, C2C, CCV und die Menschen vor Ort, haben das alles schon gemacht. Getestet. Verbessert. Anbauversuche. Alles was dazu gehört, um zu beweisen, dass die Prozesse funktionieren.

Nächster Schritt
C2C besorgt Geld, damit CCV mit den Menschen vor Ort das Projekt ausbauen und fördern kann.

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