Wasserhyazinthen

Wasserhyazinthe

Die Wasserhyazinthe [Eichhornia] ist eine eine Schwimmpflanze.  Die luftgefüllte Schwimmkörper im schwammartigen Gewebe der Stiele lassen sie auf der Wasseroberfläche treiben. 

Aussehen

Wasserhyazinthen haben hellgrüne Stiele und Blätter. Am auffälligsten sind ihre hell-violetten Blütenstände mit gelbem Punkt auf den oberen Blütenblättern. Zur Nährstoffaufnahme hat die Wasserhyazinthe fedrige Wurzeln frei im Wasser hängen.  

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Wachstum

Wasserhyazinthen vermehren sich sowohl über Ausläufer als auch Samen. Sie ist eine der sich am schnellsten vermehrenden Pflanzen der Welt. Eine Population verdoppelt sich alle zwei Wochen!

Verbreitung 

Ursprünglich kommt die Wasserhyazinthe aus Südamerika. Dort wird sie von Seekühen gefressen. Wegen der prachtvollen Blüte wurde die Wasserhyzinthe nach Nordamerika, Asien und Afrika gebracht wo die natürlichen Fressfeinde fehlen.

Probleme.

Die Blätter der Wasserhyazinthen erhöhen die Verdunstungsrate um 40%. Der Wasserhaushalt der Region ist gestört! Flüsse führen weniger Wasser, Felder können nicht mehr bewässert werden und Ernten bleiben aus.

Wasserhyazinthen stören die Infrastruktur! Sie schränken den Schiffsverkehr auf dem See ein und versperren den Zugang zu Hafenanlagen. Außerdem behindert das Unkraut Wasserkraftwerk, das führt zu Stromausfällen.

Wasserhyazinthen sind eine invasive Spezies. Die Schwimmpflanzenteppiche verhindern direkte Sonneneinstrahlung. Andere Wasserpflanzen gehen ein. Das natürliche Gleichgewicht im Ökosystem ist gestört. 

„Vor vier Jahren musste ich mit dem Fischen aufhören. Die Wasserhyazinthen machen es unmöglich auf den See zu fahren.  Früher haben wir so viel Fische gefangen, dass wir sie alleine nicht mehr tragen konnten. Jetzt kann ich nur noch fischen wenn der Wind die Wasserhyazinthen weg treibt. Meine Familie hat nur einen halben Hektar Land. Das reicht nicht zum Leben!“

– Mangustu, Fischer aus Shea Gomengie – 
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