Wir brauchen
mut statt hoffnung!

Wie uns ein Klimaschädling
nicht mehr aus dem Kopf ging.

Wasserhyazinthen - Eine klimaschädliche Plage.

Wenn die Menschen in Äthiopien auf den Tana–See blicken, sehen sie weit und breit kein Wasser mehr. Was sie dagegen sehen, ist ein dichter, durchaus schön anzusehender, Pflanzenteppich aus Wasserhyazinthen.

Wegen ihrer hübschen lilafarbenen Blüte wurde sie, als Zierpflanze, in andere tropische Gebiete Asiens und Afrikas eingeführt. Dort überwuchert sie die Gewässer und setzt beim Verrotten große Mengen Methan frei. Wasserhyazinthen sind nicht nur ein massives Problem für die Menschen und Tiere vor Ort sondern, durch ihren erheblichen Methanausstoß, vor allem für unser Klima.

Eine Reise mit dem NABU.

Ich bin Walter, als Agraringenieur baue ich mit meiner Tochter Katharina, Biogasanlagen in der ganzen Welt und bin als Berater, unter anderem für die UN und den Naturschutzbund, in Sachen Biogas unterwegs.

Im September 2017 reiste ich mit dem Naturschutzbund nach Äthiopien um eine Anlage zu errichten, welche die Wasserhyazinthen des Tanasee’s in Biogas umwandeln sollte. Denn am Tanasee wuchern die Wasserhyazinthen so stark, dass sie vielen Zugvögeln den Raum für ihre Winterquartiere nehmen.

Aufgrund fehlender Infrastruktur und Nachfrage nach Biogas, war eine solche Anlage nicht geeignet um das Problem mit den Wasserhyazinthen zu lösen. Ungetaner Dinger reisten wir, mit ein paar Wasserhyazinthen im Gepäck, wieder ab.

Der niederbayerische Garten als Experimentierstube.

Wieder daheim, im niederbayerischen Simbach, ging mir die Pflanze und ihr Effekt auf unser Klima, nicht mehr aus dem Kopf. Mir kam die Idee Wasserhyazinthen zu verkohlen. Ich presste die Pflanzen in einem Schraubstock und erprobte die Verkohlung zum ersten Mal in einem ausrangierten Ölfass in meinem Garten. Viele Versuche später hatten wir sie gefunden, die eierlegende Wollmilchsau: Der Char2Cool-Kiln, ein einfacher Pyrolyseofen, mit dem sich Wasserhyazinthen einfach und günstig in Pflanzenkohle umwandeln lassen. Für Wasserhyazinthen-Pflanzenkohle gibt es vor Ort einen Bedarf, denn sie hilft ausgedörrte Böden wieder fruchtbar zu machen. 

Aus einer Plage wird ein Klimaretter.

So ist ein Klimaretter-Projekt entstanden, dass sich langfristig über den Verkauf von Wasserhyazinthen-Pflanzenkohle selbst finanzieren kann.

Von Verkaufsgebrüll halten wir uns normalerweise fern, aber die Wasserhyazinthen–Nutzung schafft nun mal den Herkulesjob:

Einfach, nachhaltig und günstig wird sie der zerstörerischen Wasserhyazinthe her, schafft Arbeitslätze und Ernährungssicherheit in armen Regionen und leistet einen beträchtlichen Beitrag zum Klimaschutz. 

Du möchtest mehr über unser Projekt wissen? Dann bist du auf dieser Seite genau richtig!

Char2Cool -
dreifach stark gegen die Erderwärmung

1. Vermeidung von Methan durch das Abfischen der Wasserhyazinthen

Mit unseren Partnern fischen wir die Wasserhyazinthen aus den Gewässern der Tropen und subtropen, trocknen sie und wandelt sie anschließend in Wasserhyazinthen-Pflanzenkohle um. 

Der größte Teil der Klimaschutzwirkung von Char2Cool entsteht durch das Abfischen der Wasserhyazinthen. Die Pflanzen können so nicht mehr verrotten und wir stoppen die schädliche Methanbildung bevor das Methan entstehen kann. .

2. CO2 Bindung durch das Ausbringen von Wasserhyazinthen–Pflanzenkohle

Wasserhyazinthen nehmen, wie Bäume und andere Pflanzen, beim Wachsen CO2 auf. Mit der Verkohlung von Wasserhyazinthen wird ein Teil des aufgenommenen CO2 als elementarer Kohlenstoff in der Pflanzenkohle gebunden. Wird sie als Bodenverbesser in den Boden eingebracht, wird dieser Kohlenstoff über Jahrhunderte stabil im Boden fixiert.

3. Indirekte CO2 Bindung durch die Wirkung der Wasserhyazinthen-Pflanzenkohle

Einmal in den Boden ausgebracht beherbergt die besonders große schwammartige Oberfläche der Wasserhyazinthen-Pflanzenkohle unzählige Mikroorganismen. Dank der Pflanzenkohle wachsen die Mikroorganismen, bilden Humus und ziehen dabei zusätzliche mehrere Tonnen CO2 aus der Atmosphäre. 

Die Klimaschutz-Dimension.

Wir haben das Klimaschutzpotential der Wasserhyazinthen-Nutzung am Beispiel des Tanasee in Äthiopien berechnet.

Das Ergebnis:  Allein die Nutzung der Wasserhyazinthen am Tanasee kann die jährlichen CO2–Emissionen von 40 Mio. Deutschen, also ca. der Hälfte der Bevölkerung, kompensieren. Alle Details zur Berechnung findest du hier.

Dabei ist das Wachstum der Wasserhyazinthe unerschöpflich, denn als schnellwüchsigste Pflanze der Welt wächst sie jedes Jahr explosionsartig wieder nach, solange ungeklärte Abwässer in die Gewässer fließen. Da tausende von Gewässern in den Tropen mit Nährstoffen überladen sind, werden die zerstörerischen Wasserpflanzen weiter wuchern und damit jedes Jahr aufs Neue eine Basis für das Abernten und damit den Klimaschutz bieten. Ein für alle Mal könnte man sie nur mit Maschinen ernten und deren Einsatz ist so immens teuer und braucht pro Hektar bis zu 200 Liter Diesel, so dass dies keine nachhaltige Option zur Bekämpfung der Wasserhyazinthen darstellt.

Was haben arme Regionen zum Beispiel in Afrika davon?

Nachhaltige Armutsbekämpfung durch lokale Arbeitsplätze

Tausende Menschen in den Tropen-Regionen haben keine geregelte Arbeit. Das fehlende Einkommen in der Region führt in eine Armutsspirale: Keine Arbeit führt zu geringerer Bildung in der nächsten Generation und mangelnde Infrastruktur zu Landflucht.

Bei Char2Cool werden die Wasserhyazinthen von Hand geerntet, getrocknet und karbonisiert. Anstatt Maschinen werden viele Menschen an der Ernte, Trocknung und Verkohlung beteiligt. Die Wasserhyazinthen sind frei zugänglich und die Arbeit steht jedem offen – Frauen, Männern, Jugendlichen und Alten. Je mehr Wasserhyazinthen-Pflanzenkohle wir produzieren, desto mehr Arbeitsplätze und Einkommen, auch für die Menschen ohne Schulbildung, können wir schaffen.

Ernährungssicherheit durch steigende Ernteerträge

Die Wasserhyazinthen-Pflanzenkohle im Boden verbessert die Nährstoff- und Wasserhaltefähigkeit. Die Ernteerträge steigen, die Düngerkosten sinken, Trockenzeiten können überstanden werden und die Ernährungssicherheit für die Kleinbauern und die ländliche Bevölkerung steigt.

Vermeidung von Schäden durch die Wasserhyazinthen-Plage

Das Abernten der Wasserhyazinthe bekämpft nicht nur die Ausbreitung der Pflanze, sondern vor allem auch die Probleme, die durch die Plage entstehen. Werden die Wasserhyazinthen abgeerntet, können sie den Pflanzen und Fischen keine überlebenswichtigen Nährstoffe mehr entziehen und die Infrastruktur nicht mehr lahm legen.

Business Model statt Dauerspenden.

Wenn wir Wasserhyazinthen konsequent aus den Gewässern fischen, schützen wir das Klima und das kostet Geld. Was also tun, wenn man, wie wir, nicht auf Dauerspenden angewiesen sein möchte? Wirtschaftlichkeit muss her. Bei Char2Cool wandeln Unternehmer die geernteten Wasserhyazinthen in Pflanzenkohle um und verkaufen diese gewinnbringend vor Ort.

Die Menschen in den armen Regionen, benötigen zwar einen finanziellen Anschub, können sich langfristig jedoch selbst finanzieren. 

Ein sinnvolles und nachhaltiges Business Model, das langfristigen Klimaschutz möglich und Menschen in armen Regionen zu Unternehmern macht 

Peter Bassey ist unser Partner in LagosNigeria. Er hat in nur 9 Monaten  41 Tonnen Wasserhyazinthen–Pflanzenkohle produziert, 12.300 Tonnen CO2–Äquivalent vermieden und damit 16 Arbeitsplätze geschaffen.

"VIELE KLEINE LEUTE AN VIELEN KLEINEN ORTEN, DIE VIELE KLEINE SCHRITTE TUN, KÖNNEN DAS GESICHT DER WELT VERÄNDERN."

“Altes afrikanisches Sprichwort”

Was passiert mit deinem Geld.

1.

Pflanzenkohle - Demogarten

Mit dem Bau eines Demogartens in Lagos, zeigen wir auf einfache aber beeindruckende Weise, wieviel mehr Ertrag der Einsatz unserer Pflanzenkohle bringt und steigern damit den Absatz der Pflanzenkohle.

2.

Vision verwirklichen: Wasserhyazinthen-Briketts

Bisher brennen unsere Briketts nicht gut genug, weil sie im Wasser so viele Nährstoffe aufnehmen. Mit deinem Beitrag, können wir weiter tüfteln und auch dieses Problem lösen und einen weiteren Absatzmarkt für die Pflanzenkohle schaffen. 

3.

Die Zahl der Projekte vervielfachen.

Neue Wasserhyazinthen-Projekte haben wir schon in der Pipeline. Mit deiner Hilfe können wir endlich loslegen und damit unseren Klimaschutzeffekt vervielfachen.